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Stadtoasen im Neubaugebiet

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Wir holen die Natur zurück ins Viertel Wer über bezahlbaren Wohnraum spricht, landet oft schnell bei funktionaler Architektur und optimierten Kostenplänen. Die Außenanlagen bleiben dabei meist eine Randnotiz – oft reduziert auf das gesetzlich vorgeschriebene Minimum an "Abstandsgrün". In Pfaffenhofen zeigt das Projekt "Stadtoasen" des WOGENO Stadtoasen e. V. , dass hoher Nachhaltigkeitsanspruch und soziale Verantwortung kein Widerspruch sein müssen. Hier wird bewiesen, dass Lebensqualität im Quartier untrennbar mit einer intakten Natur vor der Haustür verbunden ist.

Fotos: David Seifert
Fotos: David Seifert

Hinter dem Vorhaben steht der Verein WOGENO Stadtoasen eV gemeinsam mit der Wohnungsbau-Genossenschaft RaumPfaffenhofen eG. Ihr Ziel ist ambitioniert: Mitten im Neubaugebiet Pfaffelleiten sollen Flächen nicht einfach nur begrünt, sondern in „lebendige Biodiversitätsanker“ verwandelt werden. Es geht um nichts Geringeres als die Transformation vom reiner Wohnanlage hin zu einem funktionierenden Ökosystem.


Ein Baukasten für die Natur

Das Konzept bricht mit der herkömmlichen Erschließungslogik. Statt starrer Vorgaben setzt das Projekt auf ein modulares System. Sandarien, Totholzstrukturen und Steinriegel fungieren als ökologische Trittsteine für heimische Arten. „Wir wollen zeigen, dass ökologische Funktion und hohe Aufenthaltsqualität keine Gegenspieler sein müssen“, so die Vorstände Rita Obereisenbuchner und Markus Käser.


Besonders im Fokus steht die Klimaresilienz. In Zeiten von Starkregen und sommerlichen Hitzeinseln setzt das Projekt auf aktives Mikroklima-Management. Durch Entsiegelung und den Bau von Versickerungsmulden und Rigolen soll das Regenwasser dort bleiben, wo es gebraucht wird: im Boden, um durch Verdunstung die Umgebung zu kühlen.


Bürgerbeteiligung statt Verbotsschilder

Was dieses Projekt von klassischen Ausgleichsmaßnahmen unterscheidet, ist der soziale Faktor. Die „Stadtoasen“ sind kein abgeschlossenes Biotop hinter einem Zaun. Durch Co-Design-Workshops wurden die Bewohner bereits in der Planungsphase eingebunden. Zukünftig sollen Pflegepatenschaften dafür sorgen, dass die Identifikation mit dem Wohnumfeld wächst.


„Das Projekt bricht die Silos zwischen klassischem Wohnungsbau und Naturschutz auf“.

Nach und nach werden alle Außenanlagen und Dachterrassen der WOGENO Wohnanlagen zum Naturgarten umgestaltet. Für die Umsetzung ist ein Zeitraum bis November 2028 veranschlagt. Die Finanzierung wird getragen von den Mitglieder der WOGENO. Zudem werden LEADER-Fördermittel beantragt.

Modellcharakter für die Region

Bei der RaumPfaffenhofen eG hofft man, dass die Stadtoasen Schule machen. Ein geplanter „Mini-Leitfaden“ soll dokumentieren, was funktioniert – und was nicht. Kommunen im Landkreis könnten davon profitieren.

Es ist der Versuch, Naturschutz dorthin zu bringen, wo er oft fehlt: direkt vor die Haustür. Barrierefrei, öffentlich zugänglich, digital vernetzt.

Der Grundstein ist gelegt – in Heißmanning, Pfaffelleiten und bald auch im nächsten Projekt, WOGENO #4 im Baugebiet An den Heimgärten.

Fördermitglied von Stadtoasen werden?

Damit die Stadtoasen dauerhaft blühen, setzt der Verein auf bürgerschaftliches Engagement und Unterstützung. Die langfristige Pflege der Flächen wird vorrangig ehrenamtlich durch die Vereinsmitglieder sichergestellt. Um die fachgerechte Erhaltung dauerhaft zu gewährleisten, bietet der Verein regelmäßige Schulungen für alle Aktiven an.


Sie möchten diese Vision unterstützen? Wir freuen uns über neue Fördermitglieder. Hier unsere Satzung Mitgliedsantrag für Fördermitglieder WOGENO Stadtoasen e. V.


Kontakt: stadtoasen@wogeno-paf.de  Weitere Informationen senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

 
 
 

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